Wer Fabian Paegels Lebenslauf liest, findet darin nichts von dem, was Karrieren in Deutschland üblicherweise vorbereitet: kein Abitur, kein Studium, kein Praktikum bei einer bekannten Adresse.
Er wuchs zum Teil in Einrichtungen der Jugendhilfe auf. Sein letztes Schulzeugnis bestand fast ausschließlich aus Fünfen und Sechsen; einen Abschluss machte er nicht. In der Schule galt er als jemand, von dem niemand besonders viel erwartete.
Stabilität fand er bei seinem Großvater. In dessen Werkstatt lernte er, Dinge selbst zu bauen, Probleme praktisch zu lösen und Verantwortung für das Ergebnis zu übernehmen. Es ist die Zeit, auf die er sich bis heute bezieht, wenn er erklärt, warum ein schwieriger Start nicht das Ende einer Geschichte sein muss.
Seine ersten beruflichen Erfahrungen sammelte er im Vertrieb, im Verkauf von Luxusflugzeugen. Als sehr junger Mensch saß er in Gesprächen mit Unternehmern und Investoren, die Firmen aufgebaut und Branchen geprägt hatten. Diese Begegnungen veränderten seinen Blick darauf, was möglich ist. Und sie weckten den Wunsch, nicht Teil eines Systems zu sein, sondern selbst etwas aufzubauen.
„Die größten Unterschiede zwischen Menschen liegen oft nicht im Talent, sondern darin, welche Entscheidungen sie treffen und wie konsequent sie ihren Weg gehen.“
2024 folgte die Gründung von Paegel Real Estate, seit September 2024 als GmbH mit Sitz am Kurfürstendamm. Heute zählt das Team dort mehr als 25 Kolleg:innen. Parallel entstand 2025 PropHunter, ein Softwareunternehmen für die Immobilienbranche, und 2025 die Paegel Ventures Holding. Und ein Engagement, das über die eigenen Unternehmen hinausgeht: als Mentor und Jury-Mitglied im Young Founders Network und als Redner vor Berliner Schulklassen im IHK-Projekt „IMMS“.
Von der Werkstatt zum Kurfürstendamm.
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Viele glauben, dass Erfolg mit guten Voraussetzungen beginnt: einem Abschluss, einem sicheren Umfeld, einem Netzwerk. Paegels Weg zeigt, dass es auch anders gehen kann. Deshalb erzählt er ihn, vor Schulklassen, im Mentoring und im Gespräch mit jungen Gründern.
Seine Herkunft ist dabei Kontext, nicht Identität. Er stellt sich weder als Opfer seiner Vergangenheit dar noch als Ausnahme. Es geht ihm um eine einfache Beobachtung: Der eigene Startpunkt entscheidet nicht darüber, wie weit man kommen kann. Entscheidungen und Konsequenz tun es.
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